

Der Film gerät außer Kontrolle
Hugo Ball und die Erfindung von Dada – ein experimenteller Film über Sprache, Krieg und die Geburt einer neuen Kunst.
1916, mitten im Ersten Weltkrieg, gründen Hugo Ball und Emmy Hennings in Zürich das Cabaret Voltaire. Hier entsteht Dada – eine Kunstbewegung, die Sprache, Logik und bürgerliche Gewissheiten zerlegt.
Der Film erzählt Balls Weg von Pirmasens über München und Berlin nach Zürich und ins Tessin. Doch je näher er Dada kommt, desto mehr gerät auch der Film selbst außer Kontrolle: Figuren widersprechen dem Kommentar, historische Szenen kippen in die Gegenwart, Sprache löst sich in Lautgedichte auf.
Keine klassische Künstlerbiografie, sondern ein Film, der versucht, Dada mit Dada zu erzählen.

Wie eine Heldengeschichte entsteht – Die Pfalz 1923/24
1923/24 wird die Pfalz zum Schauplatz eines politischen Machtkampfs. Separatisten rufen eine autonome Pfalz aus, Gegner organisieren sich im Untergrund, es kommt zu Attentaten, Mord und blutigen Auseinandersetzungen.
Hundert Jahre später ist daraus eine erstaunlich eindeutige Geschichte geworden: hier die Verräter, dort die Pfalzbefreier und Helden.
Der Film geht zurück zu den Ereignissen und fragt, was tatsächlich geschah – und wie aus politischer Gewalt eine Heldengeschichte entstehen konnte. Deutsche, französische und britische Quellen zeichnen ein widersprüchlicheres Bild als die bis heute gepflegte Erinnerung.
Ein Film über Geschichte – und darüber, wer entscheidet, wie sie erzählt wird.